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Workshop: „Was ist Gebärdensprache?“

Samstag, 20. Juni 2026

"Was ist Gebärdensprache" wurde am 20. Juni im Rahmen der Aktionswoche "Freilassing liest 2026" im Garten der Stadtbücherei Freilassing gefragt.

Biggi Wintersteller vom Gehörlosenverband Salzburg gab einen Einblick in die visuell wahrnehmbare Sprache wie sie in Österreich gesprochen wird. Die Teilnehmenden konnten ein paar erste Worte und Redewendungen lernen. Gemeinsam scheiterte man dagegen grandios am Lippenlesen. Viel besser klappte es dann wieder den eigenen Namen mit dem Fingeralphabet zu buchstabieren. Erstaunt war die Runde als vom Umgang mit Gehörlosigkeit in unserer Gesellschaft erzählt wurde. Die Wertschätzung für die eigenständige Sprache gehörloser Menschen und die Möglichkeit sie zu erlernen war lange Zeit gering. Dabei gibt es weltweit wie auch bei den gesprochenen Sprachen viele verschiedene Gebärdensprachen. Eigenständige Grammatik und regionalen Dialekte inklusive. So konnte natürlich nur ein ganz kleiner Einblick gegeben werden. Lust auf das weitere Eintauchen in die Kultur der Gehörlosen machte auch der Hinweis auf kreative, künstlerische Ausdrucksformen, etwa wenn Songtexte mit vollem Körpereinsatz visualisiert werden oder mit Gebärdenpoesie quasi handverlesene Gefühle sichtbar werden. Gemeinsam mit Biggi Wintersteller war an diesem Vormittag Gebärdensprachdolmetscherin Ulrike Kipman-Tischler gekommen, um die ausdrucksstarke und sympathische Gestik und Mimik den Zuhörenden in Laute zu übersetzen.

Der Workshop, den die Lebenshilfe BGL organisiert hatte, fand im Rahmen Freilassinger Lese-Woche 2026 statt. Sie wird gemeinsam mit der Stadtbücherei Freilassing, dem Mehrgenerationenhaus Freilassing, dem Kreisjugendring BGL und der vhs Rupertiwinkel im Rahmen der Alpha Dekade organisiert.

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